Otto Möhwald

Vom 22. Oktober bis 29. November 2009


Otto Möhwald

Der Maler Otto Möhwald lebt seit seinem Studium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle. Er ist hier sehr bekannt und seine Werke finden kaum geschaffen schnell den Weg in öffentliche und private Sammlungen.

Der am 19. Januar 1933 in Krausebauden im böhmischen Riesengebirge geborene Otto Möhwald kam schon als Kind durch die Vertreibung im Jahre 1945 nach Uftrungen im Südharz. Zwischen 1948 und 1950 unternahm er als Jugendlicher erste Versuche als Maler. Von 1950 bis 1954 studiert er am Institut für Künstlerische Werkgestaltung der Burg Giebichenstein in Halle (Saale). Hier gehören Ulrich Knispel, Erwin Hahs, Lothar Zitzmann und Kurt Bunge zu seinen wichtigsten Lehrern. Im Jahre 1952 heiratet er die Keramikerin und Bildhauerin Gertraud Degen (1929-2002). Von 1954 bis 1956 arbeitet er als Zeichenlehrer im Honorarvertrag. Es beginnt eine Freundschaft mit Herbert Kitzel. Seit 1956 ist er Mitglied im Verband Bildender Künstler (VBK der DDR) und von 1990 bis 1994 im Sonderbund der Realisten. Zwischen 1963 und 1971 führt er gemeinsam mit seiner Frau Gertraud Möhwald mehrere Aufträge für architekturbezogene Kunst aus. Nach seinen ersten Versuchen in der Lithographie in der Druckwerkstatt von Helmut Brade beschäftigt er sich seit 1972 ausschließlich mit Malerei und Grafik; seit 1976 gewinnt die Lithographie einen größeren Stellenwert in seinem Schaffen. Gemeinsam mit Uwe Pfeifer, Fotis Zaprasis und Gerd Weickardt betreibt er von 1978 bis 1991 eine eigene Druckwerkstatt.

Zwischen 1991 und 1993 wirkt Otto Möhwald als Lehrbeauftragter für Malerei an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle (Saale). Im Jahre 1993 beruft ihn die Burg Giebichenstein – gemeinsam mit dem gleichaltrigen Maler Ronald Paris – als Professor für Malerei. An der Burg leitete er bis 1998 eine Malklasse. Otto Möhwald hält nach wie vor engen Kontakt zur der Burg Giebichenstein.

Im Jahre 2007 erhielt Otto Möhwald [ebenso wie zehn Jahre zuvor seine Frau Gertraud Möhwald im Jahre 1997] den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt.

Für seine Ausstellung in der Kunsthalle Villa Kobe hat Otto Möhwald Werke aus den Jahren 1955 bis 1965 und damit aus den Anfängen seines künstlerischen Schaffens ausgewählt. Diesen Arbeiten stellt der Maler Werke aus dem aktuellen Schaffen seit etwa 2000 gegenüber. Diese Auswahl erlaubt innerhalb des – nur beim flüchtigen Betrachter völlig homogen wirkenden – Werkes von Otto Möhwald sehr überraschende Blicke und verspricht zugleich eine spannende Reflexion über die Zeit.

KUNST HALLE e. V.

 

Vernissage zur Ausstellung “Otto Möhwald”
am 22.10.2009

Zur Einführung sprachen:

  • Dr. Jens-Holger Göttner,
    KUNST HALLE e.V.
  • Dr. Johannes Stahl,
    Kunstwissenschaftler