Muttersöhne – Schmerzensmänner

Vom 8. Juli bis 15. August 2010


Muttersöhne – Schmerzensmänner

Helden, Klassenkämpfer, Diktatoren, Krieger. Revolutionäre und Revoluzzer – alle sind sie Söhne ihrer Mütter. Muttersohn. Muttersöhne. Muttersöhnchen. Schmerzensmänner. Schmerzensmann.

Häupter voll Blut und Wunden. Oftmals das Haupt der anderen. Wer die Welt verändern will, wen es drängt, Geschichte schreiben zu wollen – der wird mit Leid umgehen. Wollen und Müssen.

Die Künstler balancieren auf der Grenze zwischen Kunst und Leben. Wer deformiert wen! Wann und wodurch ist Mann entzündet? Und Frau? Was vermag Kunst?

Unter Plattform 09 finden sich Künstler zusammen, die politisch-aktuelle Vorgänge und geschichtsrelevante Ereignisse jenseits medialer Berichterstattung und öffentlicher Diskurse auf der Kunstebene reflektieren.

Das Ausstellungsprojekt „Muttersöhne Schmerzensmänner“ zeigt zeichnerisch, fotografisch und malerisch umgesetzte Bildfindungen u.a. zu Themen der Gewalt, der Kirchenreformation, der NS-Zeit und der NATO-Intervention in Afghanistan. Von Akteuren wie Thomas Müntzer, Graf Stauffenberg und Osama Bin Laden.

Vergangenheitsbewältigung – Vergangenheitsverdrängung. Gegenwartsverdrängung – Gegenwartsbewältigung – wie auch immer.  

Ausstellende Künstler:

  • Klaus F. Messerschmidt: Bildhauer, Autor, Konzeptkünstler
  • Knut Mueller: Fotograf, Fotokünstler, Kriegsreporter
  • Christine Bergmann: Malerin

Vernissage zur Ausstellung “Muttersöhne – Schmerzensmänner”
am 08.07.20010

Zur Einführung sprachen:

  • Dr. Jens-Holger Göttner,
    KUNST HALLE e.V.
  • Dr. Johannes Stahl,
    Kunstwissenschaftler