Horst Antes – Papierarbeiten und Grafiken

Vom 17. Juli 2003 bis 31. August 2003


Horst Antes – Papierarbeiten und Grafiken (1959 – 2002)

Die Köpfe sind übergroß, ohne Rumpf in direkter Verbindung mit dem Fuß. Reduzierte Menschenbilder und zugleich eigentümliche, einprägsame Wesen, die stets im Profil zu sehen sind – reine Kopffiguren eben. Seit den 60er-Jahren bevölkern diese unverwechselbaren Kopffüßler das Werk von Horst Antes, das jetzt in einer repräsentativen Ausstellung in der Kunsthalle Villa Kobe gezeigt wird.

Antes, ein Schüler von HAP Grieshaber, hatte mit abstrakten, farbintensiven Darstellungen begonnen, war von Informel geprägt, bis er in den 60er Jahren in einem längeren Prozess jene direkte Verbindung von Kopf und Fuß erfand und daraus seine eigenen Wesen schuf und fortentwickelte. Sie wirken klobig und erdgebunden, dabei aber auf eigentümliche Weise verletzlich. Mitunter erinnern sie an die Unbekümmertheit von Kinderzeichnungen und haben doch eine erstaunliche Intensität des Ausdrucks. Erst in den 80er Jahren werden einige der Antesfiguren durch einen Rumpf komplettiert, der jedoch nie die eigentlich angemessene Proportion erreicht.Ab 1985 erhalten die bis dahin unbehausten Wesen einen Bezug zur Architektur, die in den jüngeren Arbeiten des Künstlers immer größeren Stellenwert gewinnt.

Horst Antes, der in Karlsruhe, in Berlin und in Italien lebt, wurde 1936 in Heppenheim geboren. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe. Mit Preisen geehrt, auf Gruppen- und später auch in Einzelausstellungen weltweit vertreten, gehört er seit den 60er Jahren zu den originellsten und eigenwilligsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten.

 

Vernissage zur Ausstellung “Horst Antes – Papierarbeiten und Grafiken”
am 17.07.2003

Zur Einführung sprachen:

  • Dagmar Schmidt,
    Kuratorin der Ausstellung
  • Prof. Dr. Horst Gallwitz,
    Karlsruhe, zum künstlerischen Werk von Horst Antes