Frank Schult

Vom 23. Oktober bis 23. November 2008


Frank Schult –
zum 60. Geburtstag

Liebe Kunstfreunde,

wir möchten Sie recht herzlich zu unserer letzten, in diesem Jahr stattfindenden Ausstellung einladen. Uns ist es gelungen, anlässlich seines diesjährigen 60. Geburtstages eine eindrucksvolle Sammlung von Kunstwerkern des Künstlers Frank Schult zusammenzustellen.

Credo eines Malers ‘Der Maler will eine Schönheit sehen, die ihn begleitet; er ist imstande, sie zu erschaffen. Von allem Sichtbaren, seien es schreckliche Untiere, komische Szenen, sei es Lächerliches oder Rührendes, ist er der Herr und der Gott. Er kann hervorbringen, was er will. Täler und Berge, große Ebenen und das Meer, von allem ist er der Herr. – In der Tat: was es in der Welt an Wesen, seien sie nun gegenwärtig oder bloß eingebildet, gibt, das ist zuerst im Geiste des Malers – und dann in seinen Händen. (Sie sind so außergewöhnlich, daß sie am Gesehenen harmonische Verhältnisse herzustellen vermögen, so schnell, wie das Auge den Gegenstand auffaßt.)’

Der Maler und seine Werke In jedem künstlerischen Werk greifen inhaltliche und formale Aspekte ineinander. Der erste Gesichtspunkt akzentuiert das ‘Was’, der zweite unterstreicht das ‘Wie’ der Gestaltung. Der Verlauf der Kunstgeschichte zeigt, daß jede Epoche, jede Stilrichtung und jedes Medium zwischen inhalts- bzw. formalästhetischen Schwerpunkten schwankt. Hiervon wird noch zu sprechen sein.

Auch das Werk von Frank Schult ist vor dem Hintergrund einer bestimmten Auffassung von Ästhetik zu betrachten. Sein Werk steht wie jede künstlerische Resultat (?) einerseits unter dem Vorzeichen einer idealistischen, d.h. von einer Idee geleiteten Ästhetik, andererseits unter einer formalen, d.h. einer nach gestalterischen Kriterien ausgerichteten Ästhetik. Hiervon zeugen sowohl die Arbeitsweise des Künstlers als auch sein malerisches bzw. zeichnerisches OEuvre.

Wenden wir uns zunächst der Arbeitsweise Frank Schults zu und nähern uns auf diesem Wege den beiden Auffassungen von Ästhetik an. Das ‘Was’ bildet für Frank Schult ausnahmslos den Ausgangspunkt seiner Arbeit. Hierbei können mythologische oder religiöse Überlieferungen als Grundlage dienen, aber ebenso literarische, kulturelle oder gesellschaftspolitische Anregungen. Nicht selten liefert eine Begebenheit aus dem eigenen Leben den Auftakt für ein Werk oder gibt den Impuls für den weiteren Verlauf der Arbeit.

Gesamte Vorwort (Download als PDF)




Vita

Vita Frank Schult (Download als PDF)

Die Vernissage zur Ausstellung “Frank Schult”
am 23.10.2008

Zur Einführung sprachen:

  • Dr. Jens-Holger Göttner,
    KUNST HALLE e.V.
  • Dr. Dietulf Sander,
    Museum der bildenden Künste Leipzig

Eröffnungsrede Dietulf Sander (Download als PDF)