Der Augenblick ist Ewigkeit

Vom 23. Oktober 2003 bis 14. Dezember 2003


Der Augenblick ist Ewigkeit –
Christliche Motive in der zeitgenössischen Kunst

Die Ausstellung zeigt die Umsetzung christlicher Themen und Bildstoffe in der zeitgenössischen Kunst und in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Präsentiert werden die unterschiedlichen Positionen der Künstler, die aus ihrer Beschäftigung mit der christlichen Religion und Umwelt entstanden sind. Ausgangspunkt für diese Ausstellung ist das Bestreben, dem Besucher zu verdeutlichen, dass Kunstwerke der Gegenwart nach wie vor einen hohen religiösen Anspruch besitzen. Aber die Frage kann nicht mehr primär die nach christlichen Inhalten und ihrer Umsetzung im Werk sein, sondern die nach der Kunst selbst und dann die nach ihrer Bedeutung für das christliche Selbstverständnis.

Für die zeitgenössischen Künstler gilt, dass sie ihren Arbeiten vor allem kein vordergründig christliches Mitteilungsbedürfnis unterlegen. Sie suchen nach der Wahrheit in der Form, im Material und in seiner Gestaltung. Der religiöse Aspekt der Kunst kann deshalb nicht lediglich thematisch erfasst werden, da er immer zugleich einen Aspekt der Form darstellt. In der Kunst der Gegenwart vereinigen sich christliche Aussagen mit zum Teil provozierenden Darstellungen. Der freie Künstler mit seiner autonom gewordenen Kunst versteht sich nicht mehr als Knecht der Theologie.

Das Thema der Ausstellung ‘Der Augenblick ist Ewigkeit – Christliche Motive in der zeitgenössischen Kunst’ verweist auf einen wichtigen Aspekt in einer sich immer stärker säkularisierenden europäischen Gesellschaft. Christliche Motive sind in einigen Werken zeitgenössischer Künstler ein wichtiger Bestandteil der Ikonographie, aber ihre Bedeutung hat sich verändert. Sie ist nicht primär eine religiöse, deshalb darf es auch nicht vorschnell zu einer Vereinnahmung der künstlerischen Arbeiten für Zwecke der christlichen Verkündigung kommen. Durch ihre Wirkung auf die ganz persönlichen Glaubensgeschichten der Betrachter können die Werke zum Meditations- und Anbetungsobjekt werden und so Christuspräsenz vermitteln.  

Organisation:
Galerie Thomas LEVY, Hamburg  

Teilnehmende Künstler:
Elvira Bach, Ashley Bickerton, Anna Blume, Bernhard Joh. Blume, Christian Blau, Uwe Bremer, Jürgen Brodwolf, Werner Büttner, Marc Chagall, Jean Cocteau, Salvador Dali, Madeleine Dietz, Birgit Dunkel, Udo Dossi, Friedrich Einhoff, Edgar Ende, Thomas Gatzemeier, Till Gerhard, HAP Grieshaber, Friedemann Hahn, Karl Hartung, Svenja Hehner, Volker Hildebrandt, Alfred Hrdlicka, Corinna Holthusen, Alfonso Hüppi, Horst Janssen, Allen Jones, a. K., Martin Kippenberger, Dietrich Klinge, Volker Kühn, Jörg Länger, Henri Laurens, Nino Longobardi, Marc Lüders, Henri Matisse, Rune Mields, Mirella Mosler, Hermann Nitsch, C. O. Paeffgen, Pablo Picasso, Otto Piene, Christa Pyroth, Arnulf Rainer, Ulrike Rosenbach, Dieter Roth, George Rouault, Sven Schalenberg, Ingeborg Schleswig Holstein, Frank Schult, Andres Serrano, Daniel Spoerri, Dietrich Stalmann, Antoni Tàpies, Claudia Tippenhauer, Timm Ulrichs, Dagmar Varady, Dieter Vieg, Thomas Virnich, C. A. Wasserburger, Robert Weber, Petrus Wandrey, Emmett Williams, Mac Zimmermann, Zoyt

Vernissage zur Ausstellung “Der Augenblick ist Ewigkeit”
am 23.10.2003

Zur Einführung sprach:

  • Alexander Sairally,
    Kurator der Ausstellung, Hamburg

  Rede Alexander Sairally (Download als PDF)