Bildende Kunst aus Halles Partnerstädten

Vom 14. April bis 22. Mai 2011


Bildende Kunst aus Halles Partnerstädten

Die 1200-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Halle an der Saale bieten die optimale Gelegenheit, eine zum kulturellen Austausch mit Halles nationalen und internationalen Partnerstädten von KUNST HALLE e. V. schon länger verfolgte Ausstellungskonzeption umzusetzen: In einer Ausstellung ausgewählte Kunst aus Coimbra (Portugal), Grenoble (Frankreich), Linz (Österreich), Oulu (Finnland), Ufa (Baschkortostan/Russland), Hildesheim und Karlsruhe (Deutschland) und damit allen sieben Partnerstädten zugleich in der Kunsthalle Villa Kobe zu präsentieren. Vom Kuratorium der 1200-Jahr-Feier wurde diese Konzeption überaus positiv aufgenommen und die Ausstellung in den Rahmen der Auftaktveranstaltungen des Jubiläumsjahres 2006 integriert.

Da der Hallesche Kunstverein e. V. nach der Präsentation unserer Idee auf seine langjährigen Verbindungen insbesondere zu den Künstlervereinigungen und Kulturbehörden in Karlsruhe, Linz und Oulu aufmerksam machte, haben wir ihn gern in die Konzeption aufgenommen. Ohne diese schon bestehenden Kontakte wäre dieses organisatorisch immer umfangreicher werdende Projekt kaum zu schultern gewesen. Insofern zeigt die Kunsthalle Villa Kobe erstmals eine gemeinsame Ausstellung zweier für den Ort wichtiger Kunstvereine.

Die Kunsthalle Villa Kobe verfügt auf zwei Etagen über neun repräsentative Ausstellungsräume – und ist wie jeder Raum doch begrenzt. Jeweils vier Künstler pro Partnerstadt sollten die Chance erhalten, sich mit einigen Arbeiten zu präsentieren. Die Auswahl der Künstler erfolgte durch die angesprochenen kulturellen Institutionen der Partnerstädte. So hat Grenoble drei Vertreter aus den aktuellen Preisträgern der bildenden Kunst delegiert, in Karlsruhe hat eine Jury des örtlichen BBK aus den Bewerbungen vier Künstler ausgesucht und in Hildesheim wurden die vier begehrten Plätze unter den Bewerbern einfach verlost. Ebenso vielschichtig sind die Medien: Malerei, Fotografie, Grafik, Plastik, Installation und Video – alles ist vertreten. Inhaltliche Vorgaben besitzt dieses strukturelle Ausstellungskonzept naturgemäß nicht. Künstlerisch sicherlich ein Wagnis, aber das Ergebnis zeigt die Vielschichtigkeit der zeitgenössischen europäischen Kunst – und überzeugt.

Zur Vernissage waren neben fast allen beteiligten Künstlern auch die Oberbürgermeister und weitere Delegationsmitglieder anwesend. Der von der Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler zelebrierte Rundgang mit ihren zum Stadtjubiläum erstmals gemeinsam anwesenden Amtskollegen durch die den Partnerstädten zugeordneten Räume war für alle ein Erlebnis und wird im kollektiven Gedächtnis erhalten bleiben.

Dr. Jens-Holger Göttner, Michael Kobe, Dr.-Ing. Ronald Kunze

Vorstand KUNST HALLE e. V.

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich freue mich, dass mit dieser eindrucksvollen Ausstellung in der Kunsthalle Villa Kobe Künstlerinnen und Künstler aus allen Partnerstädten Halles mit ihren Werken vertreten sind. Dies ist im Festjahr unseres 1200-jährigen Stadtjubiläums ein schöner Beweis unserer guten und fruchtbaren Kontakte im Bereich der zeitgenössischen Kunst.

Mit dieser Exposition wurde in Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden Bildender Künstler und den Kulturbüros der Partnerstädte eine lebendige Mischung aus arrivierter, überregional bekannter Kunst und Werken junger Künstlerinnen und Künstler zusammen gestellt. Die Federführung für die Auswahl lag bei den Vertretern unserer sieben Partnerstädte. Vor allem unser Hallescher Kunstverein e. V. verfügt über langjährige Kontakte zur Kunstszene vieler unserer Partnerstädte. Ich wünsche mir sehr, dass mit dieser Ausstellung der Kontakt zwischen den Kunstschaffenden weiter vertieft und ausgebaut wird.

Einen Tag vor der Eröffnung dieser Kunstausstellung, am 23. Februar, dem Geburtstag unseres großen Sohnes Georg Friedrich Händel, erklang die offizielle Festfanfare zu Ehren unseres Stadtjubiläums. Ein großartiges Eröffnungskonzert unter dem Dirigat von Michael Hofstätter hat uns auf die vielen Höhepunkte der kommenden Monate eingestimmt. Mit den Ausstellungen „Geliebtes Europa/Ostindische Welt. 300 Jahre interkultureller Dialog im Spiel der Dänisch-Halleschen Mission“ und „Wandel. Halle – Stadt als Ansichtssache“ wollen wir unsere stolze Geschichte und die zukünftigen Herausforderungen unserer Stadtentwicklung vielen Besucherinnen und Besuchern nahe bringen.

Liebe Kunstfreunde, bei Rainer Maria Rilke heißt es: „Ein Kunstwerk ist gut, wenn es aus Notwenigkeit entstand. In dieser Art seines Ursprungs liegt sein Urteil; es gibt kein anderes.“ Ich wünsche dieser Ausstellung viele interessierte Besucher und gute Gelegenheiten zum Dialog. Mit herzlichen Grüßen

Ingrid Häußler

Oberbürgermeisterin der Stadt Halle (Saale)

 

Teilnehmende Künstler:

Coimbra: Pedro Olayo, Ana Rosmaninho, Mario Silva
Grenoble: Gilles Balmet, Charlotte Beaurepaire, Benoit Broisat
Hildesheim: Elfi Dollichon, Jan Obornik, Simone Rosenow, Paul Wilde
Karlsruhe: Brigitte Nowatzke-Kraft, OMI Riesterer, Michael Schneider, Sandro Vadim
Linz: Peter Huemer, Susanne Purviance, Veronika Merl, Isa Stein
Oulu: Reijo Hukkanen, Sinikka Tuominen
Ufa: Lyalya Galeyeva, Nikolai Marotchkin, Igor Tonkonogij

 

Vernissage zur Ausstellung “Bildende Kunst aus Halles Partnerstädten”
am 24.02.2006

Zur Einführung sprachen:

  • Dr. Jens-Holger Göttner,
    KUNST HALLE e.V.
  • Dr. Hans Georg Sehrt,
    Hallescher Kunstverein e. V.
  • Ingrid Häußler,
    Oberbürgermeisterin der Stadt Halle (Saale)